Aus drei Farben werden ganz viele: Hier mischen Kinder am Bildschirm Rot, Gelb und Blau, lösen Mischrätsel und probieren danach mit echtem Malkasten aus, was sie herausgefunden haben. Dazu gibt es sechs Arbeitsblätter zum Ausdrucken und eine Handreichung für Lehrkräfte und pädagogische Fachkräfte.
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Arbeitsblätter unter CC BY-SA 4.0
Der Farbmischer
Gib Kleckse in den Mischtopf und schau, was passiert. Mit Weiß wird jede Farbe heller, mit Schwarz dunkler. Beim Mischrätsel zeigt dir der kleine Kreis, welche Farbe du mischen sollst.
Rot
Gelb
Blau
Weiß
Schwarz
Gib Farbe dazu!
Noch keine Farbe im Mischtopf.
Der Farbmischer zeigt ein vereinfachtes Modell eines Schulmalkastens. Echte Farben mischen sich je nach Hersteller etwas anders – genau das lohnt sich danach mit Pinsel und Wasser auszuprobieren.
Sechs Arbeitsblätter zum Ausdrucken
Jedes Blatt ist eine schwarz-weiße A4-Vorlage mit Namenszeile und kurzer Aufgabe. Die Blätter bauen aufeinander auf: erst Farben entdecken und benennen, dann mischen, zuletzt Wirkung und Abstufung.
Der Farbkreis
Für
Vorschule bis Klasse 4
Ziel
Grundfarben und Mischfarben kennen und selbst mischen
Material
Deckfarben oder Fingerfarben in Rot, Gelb, Blau
Farben mischen wie Rechnen
Für
ab Klasse 1
Ziel
Mischergebnisse vorhersagen, ausprobieren und benennen
Material
Deckfarbkasten, Pinsel, Wasserglas
Warme und kalte Farben
Für
Kita bis Klasse 4
Ziel
Farbwirkung erleben: warm wie Sonne, kalt wie Eis
Material
Buntstifte, Wachsmalstifte oder Deckfarben
Die Farbtreppe
Für
ab Klasse 2
Ziel
Hell und Dunkel abstufen: Farbe Schritt für Schritt aufhellen
Material
Deckfarbkasten mit Deckweiß
Farbwörter lesen und malen
Für
Klasse 1 und 2, DaZ
Ziel
Farbwörter lesen und der richtigen Farbe zuordnen
Material
Buntstifte
Farben-Detektiv
Für
Kita und Vorschule
Ziel
Farben in der Umgebung entdecken und benennen
Material
Buntstifte, ein Erwachsener malt die Kreise vor
Im Druckfenster „A4“, Ränder „Keine“ und 100 % Größe wählen. Für ein PDF als Ziel „Als PDF speichern“ nehmen.
Handreichung für Lehrkräfte und pädagogische Fachkräfte
Was Kinder hier lernen
Die drei Grundfarben des Malkastens benennen und daraus Orange, Grün und Violett mischen.
Mischergebnisse vorhersagen, ausprobieren und mit der Vorhersage vergleichen.
Farben aufhellen und abdunkeln und Abstufungen von hell nach dunkel malen.
Die Wirkung von Farben beschreiben: warm wie Sonne und Feuer, kalt wie Wasser und Eis.
Farbwörter lesen, sprechen und richtig zuordnen – auch für Kinder mit Deutsch als Zweitsprache.
Bezug zu Bildungs- und Lehrplänen
In den Bildungsplänen der Länder für Kindertageseinrichtungen gehört das freie Experimentieren mit Farben und Materialien zur ästhetischen Bildung. In den Lehrplänen für Kunst in der Grundschule ist Farbe ein zentrales Gestaltungsmittel: Grund- und Mischfarben, Hell-Dunkel- und Warm-Kalt-Kontraste. Die genauen Formulierungen unterscheiden sich von Land zu Land; die Materialien lassen sich deshalb frei kombinieren.
Vorschlag für den Ablauf
Entdecken (Kita, 15–20 Minuten in kleinen Gruppen): Farben-Detektiv im Gruppenraum oder draußen, danach Farbwörter gemeinsam sprechen.
Mischen (45 Minuten): Erst am Farbmischer vermuten, dann mit dem Malkasten das Blatt „Farben mischen wie Rechnen“ bearbeiten. Zum Abschluss den Farbkreis füllen.
Wirkung und Abstufung (45 Minuten): Warme und kalte Farben gestalten, im Gespräch vergleichen, wie die Bilder wirken. Wer schneller fertig ist, malt die Farbtreppe.
Differenzierung
Einstieg: Mit Fingerfarben oder großen Pinseln arbeiten, nur zwei Farben zur Zeit mischen.
Mehr Herausforderung: Mischrätsel mit Zwischenfarben (Rotorange, Blaugrün) lösen, eine eigene Farbtreppe mit Schwarz statt Weiß malen.
Sprachförderung: Satzmuster üben: „Ich mische Rot und Gelb. Es wird Orange.“
Praktische Tipps
Für den Farbkreis lieber Deckfarben als Buntstifte nehmen – nur beim Mischen mit Pinsel entstehen echte Mischfarben.
Pinsel zwischen zwei Farben im Wasser auswaschen und am Glasrand abstreifen, sonst wird alles bräunlich.
Die Arbeitsblätter auf etwas festeres Papier drucken (ab 120 g/m²), dann wellt es sich weniger.
Hintergrund: Welche Farbenlehre stimmt?
In der Schule lernen Kinder meist Rot, Gelb und Blau als Grundfarben. Dieses Modell geht unter anderem auf den Farbkreis des Bauhaus-Lehrers Johannes Itten zurück und passt gut zum Schulmalkasten. Fachlich ist es aber umstritten – und es lohnt sich, Kindern ab der Grundschule zu zeigen, dass es mehrere Sichtweisen gibt:
Farben mischen (Malkasten, Drucker): Jede Farbe schluckt einen Teil des Lichts, gemischt wird es dunkler. Drucker verwenden deshalb Cyan, Magenta und Gelb als Grundfarben. Der Farbtheoretiker Harald Küppers hat Ittens Lehre aus diesem Grund kritisiert.
Licht mischen (Bildschirm, Taschenlampen): Hier sind Rot, Grün und Blau die Grundfarben, und gemischt wird es heller – alle drei zusammen ergeben Weiß.
Im Malkasten erlebbar: Rot und Blau ergeben oft ein trübes Violett. Mit Magenta (Pink) statt Rot wird das Violett deutlich leuchtender. Ein schöner Versuch für ältere Kinder.
Für die ersten Mischversuche bleibt Rot-Gelb-Blau trotzdem sinnvoll: Die Farben sind in jedem Malkasten, und die wichtigsten Mischungen gelingen. Unser Farbmischer bildet genau diesen Schulmalkasten nach.
Lizenz und Redaktion
Farbmischer, Arbeitsblätter und Texte hat die Redaktion Farbenteuer erstellt. Die Arbeitsblätter sind als Vektorgrafiken gezeichnet, nicht mit einem KI-Bildgenerator.
Alle Arbeitsblätter stehen unter der Lizenz CC BY-SA 4.0. Du darfst sie kopieren, verändern und weitergeben, auch in eigenen Kopiervorlagen und Lernplattformen. Nenne dazu bitte „Farbenteuer – farbenteuer.com/farbenwerkstatt/“ und gib veränderte Fassungen unter derselben Lizenz weiter.
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